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Dortmund. "Innovatives Handeln und Wettbewerbsfähigkeit sind
entscheidende Markenzeichen für Unternehmenserfolg. Die fast 60
Aussteller hier haben mit ihren speziellen Verfahrens- und
Produkt-Entwicklungen den Mut bewiesen, neue Wege zu gehen. Von diesen
Best-Practice-Beispielen können nachhaltige Impulse zur Stärkung der
Innovationsbereitschaft im Handwerk ausgehen.
" Mit diesen
Worten eröffnete Klaus Yongden Tillmann, Hauptgeschäftsführer der
Handwerkskammer (HWK) Dortmund, die 9. TTH-Tage mit dem
Schwerpunktthema „Handwerk und Gesundheitswirtschaft“.
Zu der zweitägigen Leistungsschau innovativer Handwerksunternehmen und
Institutionen wie Hochschulen, Forschungseinrichtungen oder
Erfinderzentren hatte die HWK Dortmund gemeinsam mit dem
Technologie-Transfer-Ring Handwerk NRW (TTH) Mitte September in das
Gerüstbauer-Ausbildungszentrum Hansemann in Dortmund-Mengede eingeladen.
„Als landesweite Plattform für Information und Kommunikation bietet die
Kongress-Messe ideale Möglichkeiten, miteinander ins Gespräch zu kommen
und wertvolle Kontakte zwischen Handwerkswirtschaft und
wissenschaftlichen Einrichtungen zu knüpfen, aus denen eines Tages
vielleicht sogar neue Projekte hervorgehen können“, so der
Hauptgeschäftsführer weiter. Tillmann dankte vor allem der
Landesregierung und der Landesgewerbeförderungsstelle des
nordrhein-westfälischen Handwerks (LGH), die den
Technologie-Transfer-Ring leitet, für ihre Unterstützung: „Sie alle
tragen dazu bei, dass Innovationen rasch, umfassend und gewinnbringend
in die Tat umgesetzt werden können.“
TTH-Leiter Prof. Dr. Bernd Schwabe freute sich, dass diese
Veranstaltung sich inzwischen bestens etabliert habe. „Handwerk ist
innovativ und zukunftsgerichtet - die TTH-Tage liefern dafür Beispiele
zuhauf“, betonte auch der LGH-Vorstandsvorsitzende Wolfgang Miehle.
Dabei biete das Netzwerk des TTH, eines Zusammenschlusses der
Technologieberater der Handwerkskammern und anderer
Handwerksorganisationen in NRW, einen umfassenden Service für die
Betriebe: „Dieser schließt inzwischen selbst die Themen Schutz und
Patentierung von Innovationen oder deren Vermarktung ein“, so Miehle.
Die Gesundheitswirtschaft gewinne dahingehend immer mehr an Bedeutung:
„Einige der Neuentwicklungen aus diesem Bereich sind bereits zum Patent
angemeldet worden.“
Heinz-Jürgen Müller, Ministerialrat im Ministerium für Wirtschaft und
Arbeit NRW, appellierte an die Handwerksunternehmer, die
Beratungsangebote der Handwerksorganisationen zum Technologietransfer
zu nutzen: „Denn die Idee von heute ist der Auftrag von morgen“, sagte
Müller.
Die Besucher erwartete bei der Kongress-Messe ein breitgefächertes
Angebotsspektrum: Behindertengerechte Fahrzeuge, wohnbiologische
Holzhäuser, Spracherkennungs-Software, Hubneigetische für die
ergonomische Montage von Elektroschaltanlagen, Fußscanner für
orthopädische Anfertigungen, Wohnungslüftungsgeräte,
Energiesparfenster, Notrufanlagen oder persisches Feingebäck wurden
ebenso vorgestellt wie die neuesten Entwicklungen in der Mikrotherapie,
Massagetechniken zur Steigerung von Leistungsfähigkeit und
Arbeitsmotivation oder innovative Brennwert- und Photovoltaiktechniken.
Neben der Ausstellung gab es ein umfangreiches Vortragsprogramm. Dabei
standen am ersten Tag vor allem die Auswirkungen der Alterung auf die
Gesellschaft, Hochtechnologie-Dienstleistungen für die Medizin und die
Elektrobiologie als Marktfeld für das Fachhandwerk im Mittelpunkt. Am
zweiten Veranstaltungstag ging es unter anderem um die Umsetzung
technischer Innovationen in Betrieben, Rechts- und Sicherheitsfragen
bei der Internetnutzung, das Internet-Portal Handwerk-TV und das
digitale Antennenfernsehen, das ab Herbst auch im Ruhrgebiet an den
Start geht.
Die 9. TTH-Tage hatten internationales Flair, denn aus Peking war eine
Delegation der Technologie-Agentur BSTCC angereist, die ein von ihr
betreutes Unternehmen auf der Ausstellung präsentierte. Erstmals dabei
waren auch Erfinderclubs von Schulen wie der „Heureka-Erfinderclub“ des
Schwerter Friedrich-Bährens-Gymnasiums. Unterstützt werden die
experimentierfreudigen jungen Tüftler auch von dem Schwerter
Unternehmer Karl-Willi-Demgen, der Schnupperkurse in seinem Betrieb
anbietet.
Gefördert wurde die Kongress-Messe durch die Landesinitiativen „Zukunft
durch Technik“ sowie „Handwerk und Gesundheitswirtschaft“ und die
Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung Dortmund (WBF-DO). „Wir
fördern diese Veranstaltung, weil die Gesundheitswirtschaft mit all´
ihren Facetten allein in Dortmund 30 000 Arbeitsplätze bereitstellt und
in den nächsten Jahren weitere hohe Arbeitsplatz-Zuwächse erwartet
werden. Dabei kommt dem Mittelstand in unserer Stadt eine besondere
Bedeutung zu“, betonte WBF-Geschäftsführer Dr. Utz Ingo Küpper.
Antonius Köster hielt am 10. Sept.
2004 um 15:45 Uhr einen Vortrag zum Thema "Dienstleistung des Handwerks im
Hochtechnologiebereich für den medizinischen Markt".
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